Wer Bio-Produkte kauft, leistet einen Beitrag zu Nachhaltigkeit und Ökologie und erhofft sich bessere Lebensbedingungen für Mensch und Natur. Die Knospe steht dabei in der Schweiz als Label für besonders strenge Kriterien, insbesondere im direkten Vergleich mit EU-Bio. Doch während beispielsweise das Max-Havelaar-Label eine Produktion unter “fairen” Bedingungen für die ArbeitnehmerInnen verspricht und diese auch kontrolliert, hat Bio-Suisse kein Interesse daran, anständige Arbeitsbedingungen als ein Muss für Produzenten und Bauern in das Knospe-Label zu integrieren. Mich interessiert aber bei weitem nicht nur die tiergerechte Haltung oder das naturbelassene Anbauen, sondern viel mehr die Einhaltung menschenwürdiger Arbeitsbedingungen. Kaufe ich bei Coop den gebrauchsfertigen Bio-Mischsalat, so haben diese Rüst- und Wascharbeiten wahrscheinlich unterbezahlte Frauen im Akkord und unter Kunstlicht für mich erledigt. Auf dem Bio-Kartoffelacker schwitzt vielleicht ein polnischer Landarbeiter, der für eine 50-Stunden Woche gerade mal 800 Franken erhält und vom Chef auch noch regelmässig beschimpft und gehetzt wird. Nicht bei uns, nicht bei den Bio-Bauern, die so viel Herzblut und Engagement in diese hehre Produktionsart investieren? Sicher nicht bei allen, doch es gibt, so meine Überzeugung, mehr schwarze Schafe als man denkt. Deshalb sollte die Knospe erweitert werden um eine integrierte Klausel, die von den Lizenznehmern faire Arbeitsbedingungen verlangt.
Sklavenhaltung beim Bio-Bauern?
August 27, 2009 von Patrik Maillard



da bin ich ganz deiner meinung! auch der mensch will artgerecht und biologisch gehalten werden!
interessamter artickel zum thema: monde diplomatique février franz. edition oder le courrier (Genève) vom19.02.11.
ganz herzliche gruesse .pasci