Es wird viel geklagt von Seiten der Schweizer Landwirte und oft werden die Zeiten des Protektionismus zurückgesehnt, in denen jeder sein Gärtlein pflegte und der Bauernstand sich einigelte. Da gab es beispielsweise Subventionen für Milchbauern, bis die Schweiz mit Milch überflutet und von Butterbergen fast erdrückt wurde. Warum nicht einmal ein neuer Ansatz? Tatsache ist, dass die Schweizer Bauern mit denjenigen der EU schon deshalb
nicht mithalten können, weil die Anbau- und Weideflächen begrenzt und verhältnismässig klein sind . Würde die ganze Viehwirtschaft der Schweiz auf biologische Aufzucht umsteigen, wäre Schweizer Fleisch automatisch ein Qualitäts-Produkt mit einem der weltweit strengsten Label für Bio-Fleisch (Knospe). In Frankreich weiss man, dass “Poulet de la Bresse” oder “Poulet de l’Ain” immer und zwingend Freilandhühner sind. Genauso wäre es den KonsumentInnen in ganz Europa bei entsprechender Werbung schnell klar, dass sie ein hochwertiges, naturnah produziertes Lebensmittel in der Hand halten, wenn sie Schweizer Fleisch kaufen. Für diejenigen SchweizerInnen, die keinen besonderen Wert auf die Produktionsbedingungen legen, gäbe es die Möglichkeit, billigeres Import-Fleisch zu kaufen. Als “Luxuslinie” wäre auch noch eine Art “Heidi”-Label vorstellbar, das Fleisch stammte dann von Tieren aus alpinen Gebieten, die vor Erreichen der Schlachtreife Bergkräuter gegessen haben.
was wäre, wenn…
April 1, 2009 von Patrik Maillard


