Bei der ganzen Diskussion um die Präsenz von Lidl, Aldi und Co. in der Schweiz, frage ich mich mich, warum nach deutschen (resp. europäischen) Preisen geschrien wird, wo doch die Löhne genauso auf eidgenössischem Niveau sind wie die Ladenmieten. Und Steuern zahlen die Deutschen ja wohl auch in unserem Land. Die tieferen Preise werden also hauptsächlic
h durch Grosseinkäufe respektive Eigenmarken erreicht. Kaum jemand regt sich auf, dass Toblerone und Valser-Wasser in amerikanischer Hand sind, doch bei deutschen Discountern kochen die Gemüter… Dabei achten sowohl Lidl als auch Aldi darauf, die Konsumbedürfnisse der SchweizerInnen zu befriedigen und bieten nebst Billigprodukten auch Bio-Food (nach EU Standards), Gemüse vom Bauern aus der Region und Schweizer Fleisch aus besonders tierfreundlicher Stallhaltung an. Wer also einen solchen Laden in der Nähe hat, findet bei den deutschen Anbietern eine preiswerte Alternative zu Coop und Migros. Ich persönlich werde meine Einkäufe allerdings sicher nicht bei Lidl tätigen, einer Ladenkette, die in Deutschland Hungelöhne zahlt und dabei ihre Mitarbeiterinnen auf Schritt und Tritt bis ins hintere Ecklein stiller Örtchen überwacht. Ich kaufe nichts bei modernen Sklaventreibern und grossen Brüdern. Trotzdem ist es nur okay, wenn das Quasi-Duopol von Coop und Migros etwas aufgeweicht wird. So sieht mich – glaub ich – der Aldi baldi wieder…
a lidl bit harder
März 30, 2009 von Patrik Maillard


